Von der kreativen Idee zum Unternehmen

Auch in diesem Semester starten acht neue Teams ins Programm. Der Ideenbogen spannt sich von einer appgesteuerten Schnitzeljagd über ein interaktives Lernprogramm, einer Häuselbauer-App bis hin zu den Themen Frauengesundheit, Kosmetik und ökologisches und gesundes Einkaufen.

Das internationale Vorzeigeprojekt Creative Pre-Incubator (CPI) wurde im Jahr 2014 in Kooperation zwischen der Fachhochschule St. Pölten und dem accent Inkubator ins Leben gerufen und ist Teil der „Spin-off-Strategie“ des Landes Niederösterreich. Niederösterreich setzt hier einen weiteren Schritt, um aus Ideen und Forschungsergebnissen erfolgsversprechende Unternehmensgründungen entstehen zu lassen.

„Es freut mich, dass wir in Niederösterreich mit dem erfolgreichen Creative-Pre- Incubator-Programm Studierende an niederösterreichischen Fachhochschulen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsideen erfolgreich unterstützen können“, betont Technologielandesrätin Petra Bohuslav. „Auch werden während der Begleitung im CPI Kontakte zur Start-up-Szene hergestellt und es wird bei der Unternehmensgründung geholfen“.

An der Fachhochschule St. Pölten wurden folgende vier Teams aufgenommen:

Das Projekt AR_temis – die App von Andrea Schwarzbauer bietet Nutzern interaktive Stadtführungen mit Schnitzeljagd-Charakter an. Zu verschiedenen Themen wie „Legenden und Mythen“ oder „Kaiserliche Stadt“ gibt es Routen durch Städte. Auf diesen Touren müssen Rätsel gelöst werden. So soll die Geschichte touristisch bekannter Städte, aber auch von unbekannteren Orten spielerisch entdeckt werden.

Ein weiteres Projekt ist ARchimedes, die etwas andere Art von Mathematik-Nachhilfe. Huang Chen, Johannes Ambrosch und Alisa Feldhofer möchten die Vorteile traditioneller Nachhilfe mit den Vorteilen einer Online-Lernplattform verbinden. Dadurch entsteht ein System, das individuell auf den eigenen Lerntyp und die eigenen Lernziele eingestellt werden kann, und mithilfe abwechslungsreicher Inhalte mittels Animationen und 3D Darstellungen die Matura spielend einfach macht.

Die Online Beauty Branche wächst stetig, doch in der digitalen Welt ist die individuelle Beratung noch gar nicht oder kaum vorhanden. Mit ihrer Idee Dreamshell haben die beiden Studentinnen Alina Leitner und Rebecca Mayr ein neuartiges Konzept für die Online-Vermarktung einer Hautpflegeserie entwickelt, das Kundenorientierung neu definiert und so serviceorientierte Produkte für die Online-Welt attraktiv macht, die es so zuvor am Markt noch nie gab.

Barbara Mann entwickelte mit KARL-Dein Hausbau-Organizer eine App für Häuselbauer, damit diese den ständigen Überblick über Ausgaben, aktuelle Bauphasen, weitere Arbeitsschritte und Fotos bekommen. Diese Infos werden in einem Journal vereint und sind beliebig exportierbar.

CPI Teams FH St. Pölten WS 2019/20 ©FH St. Pölten/Florian Kibler

An der Fachhochschule Wiener Neustadt/Standort Wieselburg steht der ökologische und gesundheitliche Gedanke im Vordergrund.

Maximillian Horvatits und Michael Muttenthaler wollen mit Ecoist eine Online-Plattform gestalten, die Outdoor- und Sportbekleidung nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien auf Produktebene vergleicht. Damit wäre Ecoist die erste Plattform, die einen solchen Vergleich zwischen Produkten gewährleistet und dem Kunden die Nachhaltigkeit von Produkten schnell und einfach vor Augen führt.

Mit seinem Projekt „Guidewalks diet“ möchte Philip Guttenbrunner Kunden geführte Touren durch den Supermarkt anbieten, um diese für eine bewusste, gesunde und nachhaltige Ernährung zu begeistern.

Mit Yoni-Öl und einer Onlineplattform möchten Aminda Aidi und Melanie Nickolai Frauen bei der Intimpflege und bei Gesundheitsfragen unterstützen.

Die Idee einer natürlichen Bio-Kinderschminke zum Selbermachen können nun Mara Weißenbacher und Lydia Wegsada mit ihrer zukünftigen Marke ML Cosmetics im CPI-Programm verwirklichen.

CPI-Teams FH Wiener Neustadt/Standort Wieselburg WS 2019/20 ©FH Wiener Neustadt

„Die stetige Nachfrage der Studierenden und AbsolventInnen in Niederösterreich sowie die Erfolge der bisher betreuten CPI-Teams zeigen zum wiederholten Male den bestehenden Bedarf an dieser Institution. Dies unterstreicht auch die Bedeutung dieser erfolgreichen Initiative in einem sehr frühen Stadium auf dem Weg zur Unternehmensgründung und zeigt, wie wesentlich die Förderung kreativer und innovativer Ideen ist“, so Ursula Steiner, Projektleiterin des CPI.

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